Kategorie: Pressemeldungen

BSW-Solar begrüßt Bekenntnis der Bundesregierung zu Solarstromspeichern

Neue Förderung für Solarbatterien startet am 1.3.2016 mit fast dreijähriger Laufzeit / Neue Förderung nutzt Erfolgsfaktoren des ausgelaufenen Programms / Batteriespeicher entlasten Stromnetze doppelt

Die Bundesregierung hat heute Details zum neuen Förderprogramm für Solarstromspeicher veröffentlicht. Vom 1.3.2016 bis 31.12.2018 unterstützt der Staat den Kauf von netzdienlichen Solarbatterien mit anfänglich 500 Euro je kWp PV-Leistung und damit 25 Prozent der förderfähigen Kosten. In Halbjahresschritten sinkt dieser Wert bis Ende 2018 bis auf 10 Prozent.

„Das neue Programm unterstreicht die Bedeutung der Solarstromspeicher für die Energiewende und macht sie mittelfristig unabhängig von Förderung. In einer Phase, in der sich sogar Automobilkonzerne dieser Technologie zuwenden, ist dieses Bekenntnis der Bundesregierung äußerst wertvoll“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. „Jeder durch das Programm installierte Solarstromspeicher reduziert den Netzausbau, treibt die Energiewende voran und schafft Wertschöpfung in Deutschland. Mit den höheren Auflagen im Vergleich zum ersten Programm wird die Branche gut umgehen können.“

Das neue staatliche Programm greift die wesentlichen Erfolgsfaktoren der Ende 2015 ausgelaufenen Förderung auf: Gefördert werden nur netzdienliche Speicher, die die Spitzen der PV-Einspeisung glätten. Zugleich halten die Förderrichtlinien die Sicherheitsstandards hoch, die dem Käufer dauerhaft nutzbare Speichersysteme zusichern. Auch die Abwicklung der Speicherförderung wird in geübter Praxis weitergeführt. Die aktuelle, nichtamtliche Fassung der Förderbekanntmachung ist unter folgendem Link erhältlich: http://bsw.li/24eeJbK

Der selbst erzeugte Solarstrom ist mittlerweile nur noch halb so teuer wie Strom vom Energieversorger. Deswegen ist die Erhöhung des sogenannten Eigenverbrauchs ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für einen Solarstromspeicher. Mit einem Batteriespeicher kann der eigene Solarstrom genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint. So entlastet der Batteriespeicher die Stromnetze zwei Mal – beim Speichern und beim Nutzen des Stroms. Studien belegen, dass der Ausbaubedarf der Stromnetze durch Batteriespeicher erheblich reduziert werden kann.

Hintergrund:

Die Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten von Batteriespeichern zeigt die von der Bundesregierung im Rahmen des Speicherprogramms geförderte Website http://die-sonne-speichern.de. Hier finden Sie auch einen Kurzfilm zum Thema.

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat außerdem gemeinsam mit anderen Verbänden den Sicherheitsleitfaden für Lithium-Ionen-Hausspeicher veröffentlicht, der kostenfrei hier heruntergeladen werden kann.

Zusammen mit dem für Verbraucher kostenlosen Speicherpass (www.speicherpass.de) stehen für Kunden umfassende Informationen und Qualitätsmerkmale zum Thema Sicherheit bereit.

Allgemeine Informationen rund um technische und finanzielle Aspekte der Solarenergienutzung bietet der BSW-Solar unter: www.solartechnikberater.de.

PRESSEKONTAKT / REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN:
David Wedepohl, Pressesprecher
Bundesverband Solarwirtschaft e.V.
Französische Straße 23
10117 Berlin
wedepohl@bsw-solar.de
Tel.: 030 / 29 777 88 30
www.solarwirtschaft.de

Heimspeicher-Förderung geht weiter

Solar- und Speicherwirtschaft begrüßen die Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, die Förderung solarer Batteriespeicher über das Jahresende hinaus zu verlängern. Eine parteiübergreifende Parlamentarier-Initiative im Deutschen Bundestag hatte maßgeblich zu dieser Entscheidung beigetragen. Auch Gutachter der Regierung hatten sich zuvor für eine Verlängerung der über die KfW gewährten Förderung ausgesprochen.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. erklärt dazu: „Wir sind erleichtert, denn der weitere Erfolg der Energiewende ist auf den Ausbau von Speichern angewiesen. Sie sind ein Herzstück der Energiewende. Ein Auslaufen der Speicherförderung nach nur zweieinhalb Jahren wäre zu früh und energie- sowie industriepolitisch ein großer Fehler gewesen. Attraktive und verlässliche Rahmenbedingungen sind auch für die Markteinführung von Speichertechnologien unverzichtbar. Jetzt hat Deutschland eine Chance, seine Systemführerschaft in diesem riesigen globalen Zukunftsmarkt weiter auszubauen. Gut, dass sich die Vernunft durchgesetzt hat.“

Nachdem in den letzten Wochen ein Auslaufen der Förderung bereits zum Jahresende drohte, hatte der BSW-Solar als Zusammenschluss führender Speicher- und Solaranbieter die Abgeordneten des Bundestags dazu aufgerufen, sich für eine einmalige Verlängerung des Speicherförderprogramms um weitere drei Jahre einzusetzen. Nach Aussagen von Sigmar Gabriel im Rahmen der gestrigen Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestages soll das Förderprogramm nun verlängert werden. Die genaue Ausgestaltung steht allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Der BSW-Solar appelliert an das Wirtschaftsministerium, dabei eine gute Balance zwischen der erforderlichen Anreizwirkung und den notwendigen technischen Anforderungen für die Systemdienlichkeit von Speichern zu finden.

Angestoßen durch das vom Bundestag koalitionsübergreifend initiierte Marktanreizprogramm für Solarstromspeicher wurden in jüngster Vergangenheit in Deutschland ein neuer Industriezweig aufgebaut und technische Maßstäbe gesetzt. Die staatliche Förderung löste das Siebenfache an privaten Investitionen aus und ist eine wichtige Stütze des Solarmarkts. Im Zusammenhang mit inzwischen rund 14.000 geförderten Speichersystemen sanken die Preise für Hausspeicher um 25 Prozent.

Noch schnell Speicherförderung sichern

Der Bundesverband Solarwirtschaft empfiehlt Bürgern, die über die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage mit Solarstromspeicher nachdenken oder einen Speicher nachrüsten wollen, schnell aktiv zu werden. Da das Förderprogramm zum Jahreswechsel ausläuft, bleiben noch sechs Wochen, einen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss in Anspruch zu nehmen. Der Staat übernimmt dabei bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten des Speichers. Photovoltaik-Anlagen und Solarstromspeicher zusammen machen den Investor unabhängiger vom Stromversorger und damit von steigenden Stromkosten. „Da die Preise für die Solarstromspeicher in den vergangenen Monaten stark gesunken sind, werden komplette Solarstromsysteme inklusive Speicher im Einsteigerbereich bereits ab rund 12.000 Euro  angeboten“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). „Wer sicher von der Speicherförderung profitieren will, sollte sich sputen“, rät Mayer. „Die Frist läuft zwar erst am 31. Dezember ab. Aber für den Antrag müssen die notwendigen Unterlagen vorliegen.“

Zunächst sind beim Fachbetrieb der Wahl ein Angebot und ein Kostenvoranschlag für einen Batteriespeicher bzw. für einen Batteriespeicher und eine Photovoltaik-Anlage einzuholen. Dieser bestätigt auch die einzuhaltenden Fördervoraussetzungen, die bei der KfW (http://bsw.li/1HRZXiN) heruntergeladen werden können. Informationen rund um das Thema Solarstromspeicher und eine Fachbetriebssuche finden sich auf der herstellerneutralen Internetseite www.die-sonne-speichern.de und auf www.solartechnikberater.de.

Ist die Wahl auf ein Angebot gefallen, geht der Solarinteressierte damit auf einen Finanzierungspartner zu, z.B. die Hausbank. Der Finanzierer füllt den Kreditantrag aus und reicht ihn bei der KfW ein. Dies muss spätestens bis zum 31. Dezember 2015 geschehen. Je früher der Antrag gestellt ist, desto besser: Die Mittel des Förderprogramms sind begrenzt.

Liegt dem Solarinteressierten die Zusage der KfW vor, wird der Kreditvertrag, zum Beispiel mit der Hausbank, abgeschlossen. Erst jetzt schließt der Solarinteressierte einen verbindlichen Liefer- und Leistungsvertrags mit einem Solarfachbetrieb ab. Ist die Anlage fertig installiert, muss der Tilgungszuschuss bei der Hausbank angefordert werden. Die wendet sich an die KfW, die wiederum den Tilgungszuschuss mit dem Kredit verrechnet – auch wenn es dann längst 2016 geworden ist.

Der Bundesverband Solarwirtschaft empfiehlt Solarinteressierten, beim Fachbetrieb nach dem Photovoltaik-Anlagenpass und dem Speicherpass zu fragen. Mit diesen Pässen wird die fachgerechte Installation dokumentiert. Zugleich dient der Speicherpass als Fachunternehmererklärung, die von der KfW einfordert wird.

Wissenschaftler stellen Speicherförderprogramm gutes Zeugnis aus

Wissenschaftler der RWTH Aachen haben seit der Einführung des Förderprogramms für Solarstromspeicher der KfW-Bankengruppe im Auftrag der Bundesregierung die Wirkung des Förderinstruments untersucht und den Prozess wissenschaftlich begleitet. Nun ist das Ergebnis der Aachener Energieforscher erschienen und fällt durchweg positiv aus.

Diese Erkenntnisse decken sich mit den Praxiserfahrungen vieler Anwender und den Marktstatistiken der Branche. So ist durch das Förderprogramm die Investition in rund 14.000 netzdienliche Solarstromspeicher angereizt worden. Die „Fördereuros“ haben damit ein Siebenfaches an Investitionen vor allem privater Anwender ausgelöst – zum Wohle von Klimaschutz, Netzentlastung und damit als Beitrag zum Gelingen der Energiewende.

Die Expertise der RWTH Aachen finden Interessierte unter diesem Link.

Auch für PV-Speicher: Bayerisches Förderprogramm startet

Die bayerische Landesregierung startet mit dem heutigen Tag ihr ambitioniertes „10.000-Häuser-Programm“. Im Rahmen des neuen Förderprogramms sind auch Solarstromspeicher unter bestimmten Voraussetzungen mit einem Technikbonus von bis zu 8.000 Euro förderfähig. Der Clou: Bei Einhaltung bestimmter Bedingungen ist der „EnergieBonusBayern“ auch mit dem Speicherförderprogramm der KfW-Bankengruppe kombinierbar.

Unter der Internet-Adresse www.energiebonus.bayern.de hat die bayerische Landesregierung alle wissenswerten Informationen zum Thema zusammengestellt. Interessierte sollten sich sputen, denn die Fördertöpfe sind begrenzt.

35 Prozent mehr Solarstromspeicher

Zahl der geförderten Solarstromspeicher in einem Jahr um über 35 Prozent gestiegen / Fallende Preise und Wunsch nach Unabhängigkeit befeuern große Nachfrage / NRW, Bayern und Baden-Württemberg liegen vorne

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres hat die KfW gut 35 Prozent mehr Solarstromspeicher gefördert als im Vorjahreszeitraum. Seit der Initiierung durch die Bundesregierung im Jahr 2013 wurden durch das Marktanreizprogramm bereits weit über 12.000 Batteriespeicher installiert. Stark gesunkene Preise, eine attraktive Förderung sowie der Wunsch von immer mehr Verbrauchern, ihre Abhängigkeit vom Energieversorger zu verringern, seien die wichtigsten Gründe für die gestiegene Nachfrage, erklärt der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), ein Zusammenschluss der wichtigsten Solartechnik- und Speicheranbieter. Insgesamt sind nach Angaben des Verbandes in Deutschland nahezu 25.000 Solarstromspeicher in Betrieb. Fast zwei Drittel der Speicher seien in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg errichtet worden.

„Für immer mehr Verbraucher und Unternehmer werden Solarstromspeicher zum unverzichtbaren Baustein der eigenen Energieversorgung. Sie ermöglichen es, einen Großteil des selbst erzeugten Solarstroms auch selbst zu verbrauchen, sie garantieren Versorgungssicherheit und stabile Strompreise“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Zahlreiche Studien belegen zudem den positiven Beitrag dezentraler Batteriespeicher für die Energiewende. So wird mit dem Zubau von Speichern bei gleichbleibendem Netzausbau zum Beispiel ein signifikanter Anstieg der insgesamt integrierbaren Solarstromleistung ermöglicht. „Alles spricht dafür, dass sich die Nachfrage nach Solarstromspeichern in den nächsten Jahren vervielfachen wird“, so Körnig.

Solarstrom vom eigenen Dach kostet nur halb so viel wie der Strom vom Energieversorger. Doch während Solarstromanlagen in der Mittagszeit den meisten Strom produzieren, haben viele Haushalte gerade in den Abendstunden und am Morgen den höchsten Stromverbrauch. Mit einem Stromspeicher kann der günstige Solarstrom immer dann genutzt werden, wenn er benötigt wird. So lassen sich auch in den Abendstunden relevante Anteile des Stromverbrauchs aus der eigenen Solaranlage decken.

Die KfW fördert die Installation einer Photovoltaik-Anlage und eines Batteriespeichers mit einem zinsgünstigen Darlehen. Zusätzlich werden bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten als Tilgungszuschuss übernommen. Auch nachträglich eingebaute Speicher werden gefördert, allerdings darf die zugehörige Photovoltaik-Anlage nicht vor dem 1.1.2013 in Betrieb gegangen sein. Das Förderprogramm läuft noch mindestens bis Ende dieses Jahres.

Zur Qualitätssicherung empfiehlt der BSW-Solar den Photovoltaik-Speicherpass, den der Verband gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke entwickelt hat. Die KfW akzeptiert den Speicherpass als Nachweis einer sachgerechten Speicherinstallation.

Preisrutsch bei Speichern ermöglicht Energiewende 2.0

Eröffnung der Weltmesse Intersolar Europe: In den letzten 12 Monaten Preise für Eigenheim- Solarstromspeicher um mehr als ein Viertel gesunken, Zahl installierter Speicher verdoppelt / Weltweiter Photovoltaik-Zubau erreicht neue Rekordmarke / Heizungs-Abwrackprämie und erhöhte Fördersätze machen auch Solarwärme noch attraktiver

Die Nachfrage nach Solarstrom-Speichern für die Rund-um-die-Uhr-Versorgung von Gebäuden ist deutlich gestiegen. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) hat sich die Zahl der insgesamt in Deutschland installierten Systeme innerhalb eines Jahres auf über 20.000 in etwa verdoppelt. Als Treiber dieser positiven Entwicklung gelten ein Preisrutsch und der Wunsch vieler Bürger nach mehr Unabhängigkeit.

Nach aktuellen Erhebungen des BSW-Solar und der Intersolar Europe haben sich die durchschnittlichen Systemkosten für Eigenheim-Solarstromspeicher binnen der letzten 12 Monate durch Skaleneffekte und technischen Fortschritt um rund 26 Prozent reduziert. „Mit der zunehmenden Verbreitung intelligenter Solarstromspeicher hält die Energieversorgung von morgen Einzug. Die zeitliche Entkoppelung von dezentraler Produktion und lokalem Verbrauch von Ökostrom steigert die Unabhängigkeit, entlastet die Stromnetze und stabilisiert die persönlichen Energiekosten“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar anlässlich der Eröffnung der Intersolar Europe, der weltweit führenden Fachmesse für die Solarwirtschaft.

Prognosen erwarten für dieses Jahr eine weitere Steigerung des weltweiten Photovoltaik-Zubaus. Nachdem 2014 bereits PV-Anlagen mit einer Spitzenleistung von rund 40 Gigawatt (GW) neu installiert wurden, wird für dieses Jahr mit der Neuinstallation von über 50 GW gerechnet. Bis 2020 rechnen Experten mit einer Verdreifachung des Weltmarktes auf rund 120 GW. Es wird erwartet, dass Photovoltaik bald die günstigste Elektrizitätsform in vielen Regionen der Welt sein wird.

In Deutschland ist Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage schon heute sehr viel günstiger als Strom vom Energieversorger, eine hohe Selbstversorgungsquote kann die privaten Energieausgaben spürbar senken. Mithilfe eines Stromspeichers kann ein hohes Maß an Energieautarkie erreicht werden, da preiswerter Solarstrom so auch zeitversetzt und nach Sonnenuntergang genutzt werden kann. Der wachsende Speichermarkt spiegelt sich auch auf der gleichzeitig mit der Intersolar Europe stattfindenden ees Europe, der internationalen Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme, wider: Die Ausstellungsfläche hat sich binnen eines Jahres verfünffacht.

Was beim Solarstrom als relativ neuer Trend gilt, ist bei der Solarwärme bereits seit vielen Jahren Standard: Die lokale Energiespeicherung, um sowohl von Witterungsschwankungen als auch von Energieversorgern unabhängiger zu werden. Investitionen in Solarheizungen gelten dank jüngst deutlich verbesserter staatlicher Förderung als besonders attraktiv. Die Zuschüsse wurden am 1. April um bis zu 100 Prozent angehoben, für den Einbau einer Solarwärmeanlage zur Heizungsunterstützung erhält man nun mindestens 2.000 Euro. Großes Zukunftspotenzial birgt nach Auskunft des BSW-Solar auch die Versorgung ganzer Siedlungen mit solarer Nahwärme. Diese sei inzwischen bereits für Preise von unter fünf Cent je Kilowattstunde möglich, was zu einem steigenden Interesse bei Stadtwerken und Kommunen führe.

Hintergrund

In Deutschland decken 1,5 Millionen Photovoltaik-Anlagen rund sechs Prozent des Stromverbrauchs. Hinzu kommen zwei Millionen Solaranlagen für die Wärmeerzeugung.

Vom 10. bis 12. Juni findet in München die Intersolar Europe, die weltweit führende Fachmesse der Solarwirtschaft statt. Auf einer Fläche von 72.000 Quadratmetern erwarten über 1.000 Aussteller rund 40.000 Besucherinnen und Besucher. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) vertritt die Interessen von rund 1.000 Solarunternehmen und ist Exklusivpartner der Intersolar Europe, er präsentiert sich in Halle B1 am Stand 558.

Vom 12. bis 21. Juni findet mit Unterstützung der Intersolar Europe zudem die Woche der Sonne und Pellets statt, die bundesweite Informationskampagne rund um Solarstrom, Speicher, Solarwärme und Holzpellets. Weitere Informationen zu den mehr als 3.000 Veranstaltungen: www.woche-der-sonne-de

Die Seminare und Veranstaltungen des BSW-Solar auf der Intersolar Europe 2015: http://bsw.li/1ETOVWv

Die aktuelle Pressegrafik Speicherboom durch Preisrutsch finden Sie in unserer Mediathek www.solarwirtschaft.de/pressegrafiken.html

Branche organisiert vereinfachte Rücknahme von stationären elektrischen Energiespeichern

Trotz langer Lebensdauer und hoher technischer Qualität: Auch Solarstrompeicher haben irgendwann ausgedient und werden durch neue Geräte ersetzt. Doch das passiert dann mit dem alten Speicher? Immerhin enthält er wertvolle Rohstoffe, die möglicherweise wiederverwertbar sind und in den Rohstoffkreislauf zurückgelangen können. Außerdem sollten etwaige Rückstände fach- und umweltgerecht entsorgt werden.

Um genau dies zu gewährleisten, hat sich die Branchen mit der Organisation einer vereinfachten Rücknahme von stationären elektrischen Energiespeichern befasst, obwohl die Recycling-Volumina heute noch sehr gering sind. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft …

Studie: Bedeutung von Solarstromspeichern für die Energiewende wird unterschätzt

Forscher der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin um den Energieexperten Prof. Volker Quaschning haben untersucht, wie Solarstromspeicher zum Gelingen der Energiewende beitragen. Das Ergebnis: Die Rolle von dezentralen Batteriespeichern bei der Umsetzung der Energiewende wird bislang unterschätzt.

So können den Berliner Forschern zufolge PV-Anlagenbetreiber ihren Strombedarf selbst mit bis zu 80 Prozent decken, wenn sie zusätzlich noch einen Batteriespeicher installieren. Enorm sind auch die Potenziale im Hinblick auf die Netzstabilität und -entlastung. So könnten Solarstromspeicher das Fassungsvermögen aller in Deutschland vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke in den Schatten stellen.

Ein besonderer Vorteil dezentraler Solarstromspeicher sei demnach auch die Fähigkeit zur Glättung der sogenannten Mittagsspitzen. Bislang produzieren Photovoltaikanlagen bedingt durch den Sonnenstand, die Strahlungsintensität und beeinflusst von den Wetterverhältnissen vor allem um die Mittagszeit unter Volllast. Um diese Zeit ist die Stromnachfrage in den privaten Haushalten jedoch erfahrungsgemäß nicht besonders hoch, da Bewohner nicht daheim sind oder beruflichen Tätigkeiten nachgehen. Diese Diskrepanz zwischen Produktion und Nachfrage können Solarstromspeicher zum Vorteil aller in Einklang bringen. Die Netze werden vor übermäßiger Solarstromeinspeisung in der Mittagszeit geschützt und der wertvolle Solarstrom kann vor Ort im Batteriespeicher für die abendliche Nutzung vorgehalten werden.

Die Studie steht unter folgendem Link zur Verfügung: http://pvspeicher.htw-berlin.de/solarspeicherstudie  

KfW fördert 10.000. Solarstromspeicher

Fallende Preise für Solarstromspeicher und attraktive Förderung lassen Nachfrage in die Höhe schnellen / Verstärktes Interesse der Automobilindustrie an Speichertechnik

Berlin, den 12. Mai 2015 – 10.000 Solarstromspeicher hat die Bundesregierung nach KfW-Angaben bereits seit dem Start ihres Marktanreizprogramms für solare Batteriespeicher vor zwei Jahren gefördert. Das attraktive Förderprogramm und ein Preisrutsch bei solaren Hausspeichern haben die Nachfrage im letzten Jahr stark angeheizt, erklärt der Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), ein Zusammenschluss der wichtigsten Solartechnik- und Speicheranbieter. In jüngster Zeit zeigen auch Automobilhersteller verstärkt Interesse an einem Markteinstieg. Experten rechnen mit einer Vervielfachung der Nachfrage in den nächsten Jahren.

Die Preise für Solarstromspeicher sind im letzten Jahr um rund ein Viertel gesunken. Gleichzeitig zog die Nachfrage nach Solarbatterien kräftig an. Der BSW-Solar rechnet mit einem weiter wachsenden Interesse an den Batteriesystemen. Solarspeicher ermöglichen es immer mehr Haushalten, auch in den Abendstunden relevante Anteile ihres Stromverbrauchs aus der eigenen Solaranlage zu decken und sich damit unabhängiger von steigenden Strompreisen zu machen. Erst kürzlich unterstrich eine von der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher im Auftrag des BEE und der HANNOVER MESSE veröffentliche Studie zudem den positiven Beitrag dezentraler Batteriespeicher zur Integration Erneuerbarer Energien in das Stromsystem. Batteriespeicher helfen, auch bei wechselnden Wetterbedingungen Spannung und Netzfrequenz konstant zu halten und Engpässen vorzubeugen.

Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage ist deutlich günstiger als Strom vom Energieversorger. Oft haben Haushalte aber gerade dann einen hohen Stromverbrauch, wenn ihre Solarmodule wenig oder keinen Solarstrom produzieren – etwa in den Abendstunden. Mit einem Stromspeicher kann der günstige Solarstrom immer dann genutzt werden, wenn er benötigt wird. Mit Unterstützung der Bundesregierung informiert der Informationsdienst www.die-sonne-speichern.de rund um das Thema Solarstromspeicher. Hier finden sich auch aktuelle Infos zur Speicherförderung.

Die KfW fördert die Installation einer Photovoltaik-Anlage und eines Batteriespeichers mit einem zinsgünstigen Darlehen. Zusätzlich werden bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten als Tilgungszuschuss übernommen. Ergänzend zur Förderung empfiehlt der BSW-Solar zur Qualitätssicherung die Ausstellung eines Photovoltaik-Speicherpasses, den der Verband gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke entwickelt hat. Dieser wird auch von der KfW bei der Gewährung der Förderzuschusse als Nachweis einer sachgerechten Speicherinstallation akzeptiert.

Hintergrund

Seit Programmstart am 1.5.2013 hat die KfW rund 10.100 Solarstromspeicher mit einem Kreditvolumen in Höhe von rund 163 Millionen Euro gefördert. Allein in den ersten vier Monaten 2015 wurden ungefähr 1.800 Speichersysteme gefördert; rund 40 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (circa 1.290). Marktexperten sagen Solarspeichern eine sonnige Zukunft voraus. So wird sich nach Erwartungen des amerikanischen Marktforschungsunternehmens IHS der weltweite Markt für Solarbatterien bis 2018 um den Faktor zehn vergrößern.