Kategorie: Pressemeldungen

200.000. Solarstromspeicher installiert

Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Zahl der in Deutschland installierten Solarstromspeicher nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW) auf 200.000 verdoppelt. In den Jahren 2018 und 2019 wuchs die Nachfrage nach Photovoltaik-Speichern in Deutschland jeweils um rund 50 Prozent. Trotz der Corona-Pandemie rechnet der BSW auch für dieses Jahr mit einem weiteren Marktwachstum. Die Preise für Solarspeicher haben sich in den letzten Jahren mehr als halbiert.

„Immer mehr Bürger und Unternehmen wollen möglichst große Anteile ihres Strombedarfs mit Hilfe der Photovoltaik klimafreundlich und preiswert selbst erzeugen. Bei neuen Solardächern gehört die Installation einer Solarbatterie inzwischen deshalb meist dazu“, freut sich BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Der Trend geht klar zu Solar-Sorglos-Paketen, bestehend aus einer Solaranlage auf dem Dach, einem Solarspeicher im Keller und einer Solartankstelle vor der Haustür“.

Für die Umsetzung der Klimaziele der Bundesregierung, zur Vermeidung einer Stromlücke und zum Ausgleich von Erzeugungsschwankungen bei Erneuerbaren Energien halten Marktforscher eine Verzehnfachung der Speicherkapazität von Batteriespeichern in Deutschland auf rund 18 Gigawattstunden (GWh) in den kommenden zehn Jahren für erforderlich. Ende 2019 waren in Deutschland rund 1,8 GWh als Heim-, Gewerbe- oder Netzspeicher installiert. Das geht aus einer Studie hervor, die von EuPD Research gemeinsam mit dem BSW und der Innovationsplattform The smarter E Europe erstellt wurde.

„Solarspeicher sind für einen wirksamen Klimaschutz unverzichtbar. Damit Speicher ihre wichtige Pufferfunktion für die Energiewende im erforderlichen Umfang erfüllen können, müssen weitere Marktbarrieren fallen“, mahnt Körnig. So dürfe Solarstrom nicht länger mit der EEG-Umlage belastet werden, wenn dieser vom eigenen Eigenheim- oder Gewerbedach geerntet, gespeichert und verbraucht werde. Neben dem Förderdeckel für Solardächer sei diese „Sonnensteuer“ auf solaren Eigenverbrauch „eine der größten Investitionshindernisse“ und „Energiewende-Killer“. Körnig: „Die ‚Sonnensteuer‘ verstößt gegen EU-Recht und blockiert gegenwärtig die sinnvolle Nachrüstung von hunderttausenden Solarstromanlagen, die nach 20 Jahren Betriebsdauer ab 2021 aus der EEG-Förderung fallen werden.“

Mit dem weiteren Ausbau der fluktuierenden Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien und der gleichzeitigen Verringerung regelbarer Erzeugungskapazitäten steigt der Bedarf an Speicherkapazitäten zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit und Netzstabilisierung. Solarstromspeicher werden künftig zu einer zentralen Flexibilitätsoption der Stromversorgung.

Die nachfolgende Verbraucher-Erstinformation des BSW zum Thema Speicher verzeichnete inzwischen über 300.000 Betrachter: https://bsw.li/2zWrBy8.

50.000 neue Jobs durch Photovoltaik und Speicher

Um eine Stromerzeugungslücke infolge des Atom- und Kohleausstiegs zu vermeiden, müssen Photovoltaik- und Speicherkapazitäten deutlich stärker ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2030 könnten so über 50.000 neue Jobs in Deutschland entstehen. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research hervor.

Demnach kann die Zahl der Arbeitsplätze in der heimischen Photovoltaik- und Speicherbranche bis 2030 von derzeit 26.400 auf 78.000 gesteigert werden. Der Branchenumsatz wachse in der kommenden Dekade von fünf auf 12,5 Milliarden Euro. Die Arbeitsplätze entstehen überwiegend in den Bereichen Planung, Installation, Betrieb und Wartung von PV-Anlagen. Allein im Bereich der Wartung werden die Beschäftigtenzahlen von 9.200 auf 26.000 im Jahr 2030 ansteigen. Weiteres Potential ergibt sich zudem aus der Erschließung der Marktpotenziale von Mittel- und Langfristspeicher.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) fordert die Bundesregierung auf, bestehende Investitionsbarrieren für Solaranlagen und Speicher nunmehr schnell zu beseitigen und die im Klimaschutzprogramm definierten Ausbauziele für Solartechnik deutlich nachzubessern. Noch in diesem Jahr müsse der 52-Gigawatt-Deckel im Erneuerbare-Energien-Gesetz fallen, wie dies von der Bundesregierung in den letzten Wochen wiederholt versprochen wurde. Andernfalls drohe 2020 nach der Windbranche nun auch der Solarbranche ein Markteinbruch, der die Klimaschutzbemühungen konterkariere und tausende Jobs gefährde. BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig warnt: „Die Zeit läuft ab, weitere Verzögerungen sind unverantwortlich! Die 52-Gigawatt-Marke wird bereits in wenigen Monaten erreicht.“

Die vom Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmen EuPD Research erstellte Studie “Energiewende im Kontext von Atom- und Kohleausstieg – Perspektiven im Strommarkt bis 2040” liefert viertelstundengenau eine Prognose von Stromangebot und -nachfrage in Deutschland. Zur Vermeidung einer Stromlücke, ausgelöst durch den Rückbau konventioneller Kraftwerke und steigende Stromverbräuche, zeigt die Studie einen notwendigen Wachstumspfad der jährlichen Photovoltaik-Installationen auf 10 Gigawatt (GW) auf. Dieser PV-Zubau müsse von einem starken Anstieg an Speicherkapazitäten flankiert werden.

Mit einer prognostizierten kumulierten Photovoltaik-Leistung von 162 GW und einem Bestand an 15 Gigawattstunden an Heim-, Gewerbe- und Netzspeichern im Jahr 2030 sind deutliche Beschäftigungseffekte verbunden.

Die Solarisierung der Energieversorgung ermöglicht nach Analysen der Marktforscher im Jahr 2040 ein Absinken des Strompreises auf unter 29 Cent je Kilowattstunde.

Die Studie “Energiewende im Kontext von Atom- und Kohleausstieg – Perspektiven im Strommarkt bis 2040” wurde in Kooperation von BSW-Solar, EuPD Research und The smarter E Europe erarbeitet. Das Projekt wird unterstützt von BayWa r.e., E3/DC, Fronius, Goldbeck Solar, IBC Solar, Panasonic, SHARP, SIEMENS, sonnen, SUNTECH, TESVOLT und VARTA.

Solastromspeicher nützen nicht nur Ihnen, sondern auch den Netzen

Insbesondere vor dem Hintergrund der an Fahrt aufnehmenden Verkehrswende, in deren Folge zukünftig viele Elektroautos in Wohngebieten gleichzeitig ihre Batterien aufladen werden, wurden von Kritikern hin und wieder Zweifel geäußert, ob Ortsnetze dafür ohne einen beträchtlichen Ausbau gerüstet sein. Deshalb arbeiten Strom- und Netzbetreiber bereits daran, die möglichen Folgen von gleichzeitigen Ladungen vieler Elektrofahrzeuge zum Beispiel im Feldversuch zu erforschen. Die erste Zwischenbilanz eines entsprechenden Projektes des Energieversorgers EnBW hat gezeigt, dass Kritiker mit ihren Unkenrufen möglicherweise weit daneben liegen. Denn die Praxis zeigt auf, dass auch ohne nennenswerten Ausbau der Netz-Hardware Ladungen von Fahrzeugen problemlos zu stemmen sind.

Und es gibt weitere gute Nachrichten: Eine neue Kurzstudie hat herausgefunden, dass möglichem Ausbaubedarf von Ortsnetzen für die Elektromobilität auch mit dem cleveren Einsatz von solaren Heim- und Gewerbespeichern begegnet werden kann. Wissenschaftler der TU Braunschweig gehen demnach davon aus, dass Solaranlagen in Kombination mit Heimspeichern eine Vollabdeckung von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge im Ortsnetz ermöglicht – und das ohne teuren Netzausbau. Klar ist auch: Für die erfolgreiche Verkehrswende muss der Bestand an Solaranlagen und Solarstromspeichern deutlich ausgebaut werden. Dass dies geschieht, daran haben Experten jedoch keinen Zweifel – nicht zuletzt, weil Photovoltaikanlagen und Heimspeicher immer günstiger werden und Verbrauchern eine ganze Reihe von Vorteilen bieten, wie unsere Seiten beispielhaft illustrieren.

Weitere Informationen zum Thema hält eine Pressemitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft bereit. Interessierte können außerdem die Kurzstudie der TU Braunschweig zu Vorteilen von Heim- und Gewerbespeichern für die Ladung von Elektrofahrzeugen im Ortsnetz hier herunterladen.

Meilenstein der Energiewende: 100.000ster Solarstromspeicher installiert

Der 100.000ste Solarstromspeicher in Deutschland ist heute in Eichwalde vor den Toren Berlins in Betrieb genommen worden. Die Solarbatterien erhöhen in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage auf dem Eigenheimdach die Unabhängigkeit der Betreiber und bringen zugleich den Umstieg auf Erneuerbare Energien voran. “Das ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Umsetzung der Energiewende. Speicher stützen schon jetzt die Stromnetze und werden in Zukunft auch eine weiter wachsende Bedeutung erlangen”, erklärt der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß. “Seit 2013 sind die Kosten für die Batteriespeicher um mehr als 50 Prozent gesunken. Das trägt dazu bei, die Energiewende bezahlbarer zu machen. Außerdem erweitern Speicher die Flexibilitätsoptionen für ein intelligentes Lastmanagement. Flexible Lösungen wie diese tragen dazu bei, die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland auch künftig zu gewährleisten.”

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), ergänzt: “Durch eine erfreuliche Investitionsbereitschaft vieler Bürger, die Innovationskraft der Branche und das vor fünf Jahren von der Bundesregierung gestartete Marktanreizprogramm konnten die Preise für Solarstromspeicher stark reduziert und zugleich die Leistungsfähigkeit der Systeme ausgebaut werden. Wenn die Politik die Energiewende jetzt konsequent weiterführt, werden Solarspeicher schon bald zum gängigen Standard. Wir freuen uns, dass heimische Speicheranbieter zur Weltspitze zählen und davon besonders profitieren”, so Körnig. Die Branche sieht sich auf einem guten Weg: “Mehr als die Hälfte der Käufer von Photovoltaikanlagen bestellen gleich einen Batteriespeicher mit, weil sie damit ein hohes Maß an Unabhängigkeit erreichen können und einen Beitrag zur Energiewende leisten wollen. Mit diesem Schwung werden wir den nächsten Meilenstein, 200.000 Solar-Batterien, bereits in zwei Jahren erreichen.”

Solarstromspeicher entlasten und stabilisieren in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage das Stromnetz vor Ort, weil sie Erzeugungs- und Verbrauchsspitzen abfedern. Darüber hinaus können Speicher durch die Bereitstellung der sogenannten Blindleistung rund um die Uhr das Ortsnetz stützen. Dadurch kann der Netzausbau insbesondere für das Laden von Elektroautos verringert werden, denn an der gleichen Leitung lassen sich so zusätzliche Verbraucher mit Strom versorgen.

Werden Batteriespeicher vernetzt, können sie auf allen Spannungsebenen das Stromnetz stützen und sogar Funktionen von klassischen Kraftwerken übernehmen. Dazu zählt zum Beispiel das Bereitstellen von Regelleistung, die Übertragungsnetzbetreiber einsetzen, um schwankende Stromnachfrage und Stromangebot auszugleichen. Mit positiver Regelenergie decken sie schnell die Lücke, die entsteht, wenn zu einem Zeitpunkt mehr Strom nachgefragt als ins Netz eingespeist wird. Negative Regelenergie wird eingesetzt, wenn zu viel Strom im Netz ist und kurzfristig zusätzliche Abnehmer gebraucht werden. Gerade hier liegt ein großer Bedarf an Speicherkapazität.

Solarstromspeicher: Nachfrage wächst rasant

Immer mehr Haushalte und Gewerbebetriebe speichern ihren selbst erzeugten Solarstrom, um ihn rund um die Uhr nutzen zu können. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 30.000 neue Solarstromspeicher installiert. Damit hat sich das Marktvolumen in den letzten drei Jahren verdreifacht.

“Wir gehen davon aus, dass der Markt für Solarstromspeicher auch dieses Jahr im zweistelligen Bereich wachsen wird”, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Der BSW zeigt sich zuversichtlich, dass die neue Bundesregierung Speicher als ein unverzichtbares Element der Energiewende weiter unterstützen wird. Der Koalitionsvertrag enthält entsprechende Festlegungen.

Die Kosten für Solarstromspeicher haben sich in den vergangenen vier Jahren halbiert. Inzwischen wird jede zweite neue Solarstromanlage im Eigenheimbereich mit einem Speicher kombiniert. Körnig erwartet, dass die Nachfrage weiter steigen wird: “Um den preiswerten Solarstrom für möglichst viele Anwendungen nutzen zu können, werden immer mehr Verbraucher und Gewerbebetriebe Solaranlagen, Speicher und Ladestation für Elektromobile miteinander verknüpfen. Die Technologien ergänzen und beflügeln einander ideal.”

Als Vertretung führender Solarspeicheranbieter und Exklusivpartner wird der BSW auf Europas größter Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme mit einem umfangreichen Programm präsent sein. Die EES-Europe findet parallel mit der Intersolar Europe und den beiden neuen Fachmessen Power2Drive Europe und EM-Power vom 20. bis 22. Juni 2018 auf der Messe München statt. Weitere Informationen unter www.ees-europe.com und www.die-sonne-speichern.de.

Eine Pressegrafik zum Thema finden Sie auf www.solarwirtschaft.de/pressegrafiken.html

Preise für Solarstromspeicher halbiert

Solarstrom speichern immer attraktiver / Preis für größere Speicher in vier Jahren über 50 Prozent gesunken, kleinere Speicher rund 40 Prozent günstiger / Alle Speichertrends ab Mittwoch (31.5.17) auf der Messe ees Europe in München

Die Preise für Solarstromspeicher sind erneut deutlich gesunken. Das geht aus dem neuesten vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) gemeinsam mit der Intersolar Europe veröffentlichten Speicherpreismonitor hervor. Demnach kosten kleine Speicher mit einer Nennkapazität bis 10 Kilowattstunden rund 40 Prozent weniger als noch vor vier Jahren. Größere Speicher mit einer Nennkapazität bis 30 Kilowattstunden sind sogar um mehr als 50 Prozent günstiger geworden.

„Solarstromspeicher machen unabhängiger und ermöglichen es, günstigen Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage auch nach Sonnenuntergang zu nutzen“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Mit den erneut gesunkenen Preisen wird die Solarstromspeicherung auch wirtschaftlich immer attraktiver. Entsprechend wird die Nachfrage nach Solarstromspeichern weiter steigen. Schon heute wird rund jede zweite Solarstromanlage im Eigenheimbereich zusammen mit einem Speicher installiert.“

Nach Angaben des BSW-Solar, der auch die Interessen führender Speicheranbieter vertritt, sind in Deutschland inzwischen rund 60.000 Solarstromspeicher in Betrieb. Allein im letzten Jahr kamen 20.000 Speicher hinzu. Die im BSW-Solar organisierten Speicheranbieter rechnen mit einem weiteren Anziehen der Nachfrage. Innerhalb der nächsten zwei Jahre dürfte sich die Zahl der insgesamt installierten Stromspeicher gegenüber 2016 auf 100.000 verdoppeln, so ihre Prognose.

Die neuesten Trends und Technologien rund um das Thema Stromspeicher werden ab Mittwoch (31.5.17) auf der ees Europe, Europas größter und besucherstärkster Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme, zu sehen sein. Die ees Europe findet zeitgleich mit der Intersolar Europe in München statt. Der Messeauftritt des Bundesverbandes Solarwirtschaft wird von einer Vielzahl von zumeist kostenlosen Veranstaltungen begleitet. Mehr dazu unter www.solarwirtschaft.de/intersolar.html und www.intersolar.de.

Alle wichtigen Verbraucher-Informationen und einen kurzen Infofilm zu Speichern gibt es auf www.die-sonne-speichern.de. Der Internet-Ratgeber www.pvap.de zeigt Verbrauchern, worauf bei der Installation von Speichern qualitativ zu achten ist.

Hintergrund:

Batteriespeicher sind ein wesentlicher Baustein der Energiewende, weil sie mit ihrer Pufferfunktion das Stromnetz stabilisieren: Bei großem Stromangebot können sie Elektrizität aufnehmen, bei großer Stromnachfrage wieder abgeben. Bereits die heute installierten Speichersysteme können so viel Strom puffern, wie für 410.000 Ladungen 60-Grad-Wäsche benötigt wird. Solarstromspeicher erhöhen die Aufnahmefähigkeit der lokalen Stromnetze, sodass mehr Photovoltaikanlagen an das bestehende Netz angeschlossen werden können. Der intelligente Einsatz von Photovoltaik-Heimspeichern kann den Anteil von Erneuerbaren Energien im Haushalt erhöhen und Kosten für den lokalen Netzausbau reduzieren. Das bestätigte auch die Deutsche Energie-Agentur jüngst mit einer eigenen Studie.

Über 50.000 Solarbatterien in Betrieb

Solarstromspeicher können schon heute so viel Energie speichern, wie für 360.000 Ladungen Wäsche benötigt wird / BSW-Solar erwartet Verdoppelung der Speicherzahl bis Ende 2018 / Speicher wurden in drei Jahren 40 Prozent preiswerter

Rund 52.000 Solarstromspeicher waren Ende 2016 in Deutschland installiert. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) auf Basis einer aktuellen Markterhebung heute in Berlin mit. Damit sind im vergangenen Jahr gut 20.000 neue Heimspeicher hinzugekommen. “Wer sich einen Stromspeicher zulegt, kann größere Mengen des selbst erzeugten Solarstroms auch selbst verbrauchen. Das ist ein konkreter Nutzen für Verbraucher. Weil für den solaren Eigenverbrauch keine EEG-Förderung gewährt und zugleich Netzausbau vermieden wird, profitiert auch die Allgemeinheit von solaren Heimspeichern”, erläutert BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Batteriespeicher sind ein wesentlicher Baustein der Energiewende, weil sie mit ihrer Pufferfunktion das Stromnetz stabilisieren: Bei großem Stromangebot können sie Elektrizität aufnehmen, bei großer Stromnachfrage wieder abgeben. Bereits die heute installierten Speichersysteme können so viel Strom puffern, wie für 360.000 Ladungen 60-Grad-C-Wäsche benötigt wird. Solarstromspeicher erhöhen die Aufnahmefähigkeit der lokalen Stromnetze, sodass mehr Photovoltaikanlagen an das bestehende Netz angeschlossen werden können. Der intelligente Einsatz von Photovoltaik-Heimspeichern kann den Anteil von Erneuerbaren Energien im Haushalt erhöhen und Kosten für den lokalen Netzausbau reduzieren. Das bestätigte auch die Deutsche Energie-Agentur jüngst mit einer eigenen Studie.

Die im BSW-Solar organisierten Speicheranbieter rechnen mit einem weiteren Anziehen der Nachfrage. Innerhalb der nächsten zwei Jahre dürfte sich die Zahl der installierten Stromspeicher auf 100.000 verdoppeln, so ihre Prognose. Allein in den letzten drei Jahren sind die Preise für Heimspeicher um 40 Prozent gesunken. Schon jetzt wird zu annähernd jeder zweiten neu installierten Photovoltaikanlage im Eigenheimbereich ein Batteriespeicher direkt dazu gekauft, um größere Mengen des günstigen Solarstroms selbst zu verbrauchen. Dank sinkender Preisen wird auch eine Nachrüstung bei bestehenden Solarstromanlagen immer wirtschaftlicher.

Kostenlose Informationen rund um das Thema Stromspeicher erhalten Verbraucher unter www.die-sonne-speichern.de. Auf dem mit Unterstützung der Bundesregierung aufgebauten Online-Portal erläutert u. a. ein anschaulicher Kurzfilm die Funktionsweise von Solarbatterien in privaten Haushalten. Mit einem eigens entwickelten Anlagenpass setzt sich die Branche gemeinsam mit dem Zentralverband des Elektrohandwerks für eine hohe Qualität bei der Speicherinstallation ein. Infos: www.pvap.de.

Bundesregierung fördert seit Jahresbeginn wieder Solarstromspeicher

Bundesverband rechnet mit weiterem Anziehen der Speichernachfrage – BSW-Solar/ees Europe: Speicherpreise seit 2013 um 40 Prozent gesunken

Seit Jahresbeginn können wieder staatliche Zuschüsse aus dem Speicherförderprogramm der KfW beantragt werden. Förderfähig sind stationäre solare Batteriespeichersysteme in Verbindung mit einer maximal 30 Kilowatt leistenden Solarstromanlage. Die Förderung (KfW 275) besteht aus zwei Teilen: einem zinsgünstigen KfW-Kredit sowie einem Tilgungszuschuss der Bundesregierung in Höhe von 19 Prozent. Der Tilgungszuschuss wird nur für das Batteriespeichersystem gewährt, nicht für die Photovoltaikanlage.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. rät interessierten Verbrauchern zur Eile. Bereits ab Juli 2017 sinkt der Speicherzuschuss auf 16 Prozent. Die finanzielle Ausstattung des Fördertopfes ist zudem begrenzt. Im letzten Jahr waren die Fördermittel bereits im Herbst erschöpft.

“Die Installation eines Heimspeichers in Kombination mit einer PV-Anlage war noch nie so attraktiv. Die Anschaffung eines schlüsselfertigen Solarstromspeichers kostet heute 40 Prozent weniger als vor drei Jahren. Das geht aus aktuellen Befragungen des BSW und der Speichermesse ees Europe hervor. Gleichzeitig sind die Preise selbst erzeugten Solarstroms inzwischen oft nur noch halb so hoch wie die Stromtarife beim Versorger. Da wundert es nicht, dass sich immer mehr Verbraucher und Unternehmer mit Hilfe eines Speichers so unabhängig wie möglich machen wollen”, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Im BSW sind neben der Solarbranche führende Anbieter von Solarstromspeichern organisiert.

Solarer Überschussstrom, der nicht direkt im eigenen Haushalt verbraucht oder gespeichert wird, kann weiterhin ins öffentliche Netz eingespeist werden. Nach dem zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien EEG 2017 wird der nicht selbst genutzte Solarstrom vom Netzbetreiber – je nach Größe der Photovoltaikanlage – mit derzeit rund 11–12 Cent je Kilowattstunde vergütet. Lediglich Investoren, die ein sehr großes Photovoltaiksystem mit einer Leistung über 750 kWp realisieren wollen, müssen ab diesem Jahr erfolgreich an einer Ausschreibung teilnehmen, wenn sie eine Förderung erhalten wollen.

Die KfW-Speicherförderung bekommen auch Solaranlagenbetreiber, die einen Speicher nachrüsten wollen, sofern die Photovoltaikanlage nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen wurde. Um für eine Nachrüstung den erhöhten Fördersatz in Anspruch nehmen zu können, muss zwischen der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage und der Inbetriebnahme des Batteriespeichersystems ein Zeitraum von mindestens sechs Monaten liegen.

Weitere Informationen über Solarstromspeicher und die Fördermöglichkeiten sowie eine Handwerkersuche bietet das mit Unterstützung der Bundesregierung erstellte Internetportal die-sonne-speichern.de. Hier findet sich auch ein Speicher-Film mit Erstinfos für Verbraucher, der über Youtube bereits über 120.000 Zugriffe verzeichnete.

BSW-Solar begrüßt Bekenntnis der Bundesregierung zu Solarstromspeichern

Neue Förderung für Solarbatterien startet am 1.3.2016 mit fast dreijähriger Laufzeit / Neue Förderung nutzt Erfolgsfaktoren des ausgelaufenen Programms / Batteriespeicher entlasten Stromnetze doppelt

Die Bundesregierung hat heute Details zum neuen Förderprogramm für Solarstromspeicher veröffentlicht. Vom 1.3.2016 bis 31.12.2018 unterstützt der Staat den Kauf von netzdienlichen Solarbatterien mit anfänglich 500 Euro je kWp PV-Leistung und damit 25 Prozent der förderfähigen Kosten. In Halbjahresschritten sinkt dieser Wert bis Ende 2018 bis auf 10 Prozent.

„Das neue Programm unterstreicht die Bedeutung der Solarstromspeicher für die Energiewende und macht sie mittelfristig unabhängig von Förderung. In einer Phase, in der sich sogar Automobilkonzerne dieser Technologie zuwenden, ist dieses Bekenntnis der Bundesregierung äußerst wertvoll“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. „Jeder durch das Programm installierte Solarstromspeicher reduziert den Netzausbau, treibt die Energiewende voran und schafft Wertschöpfung in Deutschland. Mit den höheren Auflagen im Vergleich zum ersten Programm wird die Branche gut umgehen können.“

Das neue staatliche Programm greift die wesentlichen Erfolgsfaktoren der Ende 2015 ausgelaufenen Förderung auf: Gefördert werden nur netzdienliche Speicher, die die Spitzen der PV-Einspeisung glätten. Zugleich halten die Förderrichtlinien die Sicherheitsstandards hoch, die dem Käufer dauerhaft nutzbare Speichersysteme zusichern. Auch die Abwicklung der Speicherförderung wird in geübter Praxis weitergeführt. Die aktuelle, nichtamtliche Fassung der Förderbekanntmachung ist unter folgendem Link erhältlich: http://bsw.li/24eeJbK

Der selbst erzeugte Solarstrom ist mittlerweile nur noch halb so teuer wie Strom vom Energieversorger. Deswegen ist die Erhöhung des sogenannten Eigenverbrauchs ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für einen Solarstromspeicher. Mit einem Batteriespeicher kann der eigene Solarstrom genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint. So entlastet der Batteriespeicher die Stromnetze zwei Mal – beim Speichern und beim Nutzen des Stroms. Studien belegen, dass der Ausbaubedarf der Stromnetze durch Batteriespeicher erheblich reduziert werden kann.

Hintergrund:

Die Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten von Batteriespeichern zeigt die von der Bundesregierung im Rahmen des Speicherprogramms geförderte Website https://die-sonne-speichern.de. Hier finden Sie auch einen Kurzfilm zum Thema.

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat außerdem gemeinsam mit anderen Verbänden den Sicherheitsleitfaden für Lithium-Ionen-Hausspeicher veröffentlicht, der kostenfrei hier heruntergeladen werden kann.

Zusammen mit dem für Verbraucher kostenlosen Speicherpass (www.speicherpass.de) stehen für Kunden umfassende Informationen und Qualitätsmerkmale zum Thema Sicherheit bereit.

Allgemeine Informationen rund um technische und finanzielle Aspekte der Solarenergienutzung bietet der BSW-Solar unter: www.solartechnikberater.de.

PRESSEKONTAKT / REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN:

David Wedepohl, Pressesprecher
Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Französische Straße 23
10117 Berlin
wedepohl@bsw-solar.de

Tel.: 030 / 29 777 88 30

www.solarwirtschaft.de

Heimspeicher-Förderung geht weiter

Solar- und Speicherwirtschaft begrüßen die Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, die Förderung solarer Batteriespeicher über das Jahresende hinaus zu verlängern. Eine parteiübergreifende Parlamentarier-Initiative im Deutschen Bundestag hatte maßgeblich zu dieser Entscheidung beigetragen. Auch Gutachter der Regierung hatten sich zuvor für eine Verlängerung der über die KfW gewährten Förderung ausgesprochen.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. erklärt dazu: „Wir sind erleichtert, denn der weitere Erfolg der Energiewende ist auf den Ausbau von Speichern angewiesen. Sie sind ein Herzstück der Energiewende. Ein Auslaufen der Speicherförderung nach nur zweieinhalb Jahren wäre zu früh und energie- sowie industriepolitisch ein großer Fehler gewesen. Attraktive und verlässliche Rahmenbedingungen sind auch für die Markteinführung von Speichertechnologien unverzichtbar. Jetzt hat Deutschland eine Chance, seine Systemführerschaft in diesem riesigen globalen Zukunftsmarkt weiter auszubauen. Gut, dass sich die Vernunft durchgesetzt hat.“

Nachdem in den letzten Wochen ein Auslaufen der Förderung bereits zum Jahresende drohte, hatte der BSW-Solar als Zusammenschluss führender Speicher- und Solaranbieter die Abgeordneten des Bundestags dazu aufgerufen, sich für eine einmalige Verlängerung des Speicherförderprogramms um weitere drei Jahre einzusetzen. Nach Aussagen von Sigmar Gabriel im Rahmen der gestrigen Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestages soll das Förderprogramm nun verlängert werden. Die genaue Ausgestaltung steht allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Der BSW-Solar appelliert an das Wirtschaftsministerium, dabei eine gute Balance zwischen der erforderlichen Anreizwirkung und den notwendigen technischen Anforderungen für die Systemdienlichkeit von Speichern zu finden.

Angestoßen durch das vom Bundestag koalitionsübergreifend initiierte Marktanreizprogramm für Solarstromspeicher wurden in jüngster Vergangenheit in Deutschland ein neuer Industriezweig aufgebaut und technische Maßstäbe gesetzt. Die staatliche Förderung löste das Siebenfache an privaten Investitionen aus und ist eine wichtige Stütze des Solarmarkts. Im Zusammenhang mit inzwischen rund 14.000 geförderten Speichersystemen sanken die Preise für Hausspeicher um 25 Prozent.